Spread The Plague – Pangaea [EP]
Punkte: 7/9
Laufzeit: 43:07
VÖ: 01. Februar 2012
Label: Eigenproduktion
Die Münchner SPREAD THE PLAGUE konnten mich als Vorband der russischen Mathcorer MY AUTUMN mehr als überzeugen. Dies war Motivation genug um mir die zeitgleich veröffentlichte EP reinzudrehen.
Überrascht von der langen Spielzeit von stolzen 43 Minuten zelebriert die Truppe Death Metal ohne Kompromisse.
Festivalbericht: Heathen Rock Festival 2012
Das Festivaljahr 2012 wurde für disctopia ungewöhnlich früh eingeläutet. Am 18. Februar stand das mit Spannung erwartete Heathen Rock Festival auf dem Programm. Bereits zum dritten Mal versprach eine – wie sich im Nachhinein herausstellen sollte – grandiose Location und ein leckeres Line Up einen perfekte Start in die Saison. Gut, böse Zungen mögen behaupten das Heathen Rock sei überhaupt kein richtiges Festival. “Ist ja indoor, und dauert nur einen Tag!”. Das sind aber die selben Nasen denen im Paradies die Milch zu warm ist und denen zu viele nackte Weiber rumrennen. Also Schnauze halten. Alles was über 5h Musik bietet ist ein Festival. So. Eines Vorweg: Da unsere SD-Karte die Heimreise leider nicht geschafft hat können wir euch keine Bilder und keine Galerie zum Heathen Rock 2012 bieten – dafür bitten wir euch vielmals um Entschuldigung! Lasst euch aber eines gesagt sein: Bilder sind in diesem Falle eh überflüssig. Denn das Heathen Rock Festival 2012 war einfach mal der absolute SHIT! Im positiven.
Konzertbericht: Full of Hate 2012 im Backstage (München) am 18.02.2012
Wer Neckbreaker’s Ball und Hatefest im vergangenen Jahr unbeschadet überstanden hatte, für den öffnete das Münchner Backstage am 18. Februar abermals seine Tore, um Nackenwirbel zu gefährden und Hörnerven zu knicken, das Ganze unter dem Titel “Full of Hate 2012″!
Ganze sechs Bands waren angekündigt, unter Anderem die großartigen Behemoth aus Polen, die sich mit den Auftritten im Rahmen dieser Festival-Tour nach Nergals schwerer Erkrankung erstmals zurückmelden. Zusammen mit Cannibal Corpse kann man die Beiden damit als Headliner betrachten, was nicht heisst dass der Rest der Aufgebots weniger hochwertig war.
Die Location platzte bereits zu Beginn aus allen Nähten, kein Wunder bei ausverkauftem Haus. Nicht gerade leicht, sich mit Kamera seinen Weg zum Graben zu bahnen, aber die Mühen sollten sich definitiv lohnen.
Spotlight: Emblema – Keep out from me
Es wird wieder einmal Zeit für einen Blick über den Tellerrand, weg von bekannten Gefilden, auf einen Abstecher abseits der großen Labels und Hochglanzkataloge der Rock- und Metal-Szene. Viel zu viele talentierte Bands schaffen es nie, über den Status der Lokalmatadoren hinaus zu kommen, eine überregionale Bekanntheit bleibt ihnen - trotz allen Könnens – oft verwehrt.
Emblema sind im schönen Nachbarland Italien zuhause, gar nicht so weit von Rimini, und existieren seit 2007. Dieses Spotlight vereint die Vorstellung der Band und ihres 2011 erschienenen, jüngsten Albums “Keep out from me”, das definitiv auch außerhalb des Stiefels Gehör finden sollte.
Biohazard – Reborn In Defiance
Genre: Hardcore
Punkte: 5/9
Laufzeit: 54:58
VÖ: 20. Januar 2012
Label: Nuclear Blast
Besser Spät als Nie – dieses Sprichwort trifft zu diesem Artikel gleich doppelt zu. Zum einen wurde uns trotz technisches Probleme doch noch die neue Biohazard CD zur Verfügung gestellt (vielen Dank an NB an dieser Stelle). Zum anderen sind seit dem letzten Output “Means To An End” sieben Jahre vergangen. Damals wurde uns astreiner Hardcore geboten. So, wie man es sich von Biohazard seit über 20 Jahren (Bandgründung 1987). Für all jene welche diese Band nicht kennen: Biohazard gehören zu den Vorreitern in Sachen Hardcore und Crossover. Sie haben den Stil massgeblich geprägt und mitentwickelt. Und nun sind sie mit “Reborn In Defiance” im Jahr 2012 angekommen. Leider nicht so wuchtig wie ich mir das erhofft habe.
Marshmelones – Smile And Die [EP]
Punkte: 6/9
Laufzeit: 21:13
VÖ: 18. Februar 2012
Label: Eigenproduktion
Die Münchner Hardcore Band Marshmelones präsentiert ihre erste Veröffentlichung. Der Erstling hört auf den Namen “Smile And Die” und reiht sich irgendwo zwischen Longplayer und EP ein. Mit einer Laufzeit von nur 21 Minuten ist das Werk zwar noch etwas kurz, aber für eine erste professionelle Veröffentlichung absolut akzeptabel. Zumindest Live hat uns die Band schon mehrfach überzeugen können (hier und hier).
Xandria – Neverworld’s End
Punkte: 8/9
Laufzeit: 63:55
VÖ: 24. Februar 2012
Label: Napalm Records
Huch? Welches Lebenszeichen erreicht uns den da völlig unerwartet? XANDRIA sind zurück mit einer neuen Sängerin und ansonsten alten Setup.
Was fällt sofort auf? Der Sound ist deutlich härter geworden. Weg von der verweichlichten Romantik, hin zur verhärteten Realität. Willkommen im Metal. Aber so ganz ohne jegliche träumerischen Idealen geht es dann doch nicht.
Death – Vivus!
Punkte: Ohne Wertung
Laufzeit: 128:44
VÖ: 28. Februar 2012
Label: Relapse
Mit Legenden ist das immer so eine Sache. Wer einmal den Status erreicht hat, den Death sich über die Jahre erspielt haben, der steht im Grunde über den Dingen, noch dazu wo jede Kritik posthum erfolgt, sowohl in Bezug auf die Band als Organisation als auch – traurigerweise – im Hinblick auf die Person des Frontmanns selbst.
Was also anfangen mit dem aktuellen Live-Output der Urväter des Death Metal aus Tampa, Florida, welches mehr als zehn Jahre nach Chucks Tod und quasi Seite an Seite mit einer Serie von Re-Releases der Alben-Klassiker das Licht der Welt erblickt? Welches Urteil erlaubt man sich angesichts der Tatsache dass es sich nicht nur um eine der einflussreichsten Bands ihres Genres sondern quasi um die Gründer Desselben handelt?
Hard Riot – Living on a fast lane
Punkte: 8/9
Laufzeit: 44:16
VÖ: 30. März 2012
Label: Pitch Black Records
Alte Scheisse! Da hat man nun mit dem Rauchen aufgehört, brav den Alkoholkonsum eingestellt und den Gedanken, endlich mal den Biker-Lappen zu machen, endgültig verworfen um die Holde nicht zu verärgern. Und jetzt das.
Hard Riot stammen aus deutschen Landen, genauer gesagt aus Heilbronn, und sind der musikalische Inbegriff von beinhartem Biker Rock’n Roll. Obgleich aktiv seit 2006 und bereits auf zahlreichen Bühnen unterwegs gewesen ist das vorgestellte Werk “Living on a fast lane” trotzdem ihr erster großer Wurf und der Schritt aus dem Untergrund unter die Fittiche eines größeren Labels. Pitch Black Records haben die Combo frisch unter Vertrag genommen, und es wundert mich arg wie so eine scheiße geile Band nicht schon eher die Chance auf den wohlverdienten Ruhm und Erfolg bekommen hat. Aber der Reihe nach.
Sphere – Homo Hereticus
Punkte: 7/9
Laufzeit: 34:55
VÖ: 10. Februar 2012
Label: Godz Ov War
Juhu, endlich wieder einmal Post aus Polen. Unsere Freunde aus dem Osten sind so eine Art unterschätztes Schweden. Eine Kracherband nach der anderen schmeisst ihr Album aus Polen auf den Markt, meist bleibt aber die grosse Anerkennung aus. Schade für die Band, welche für harte Arbeit auch einen entsprechenden Lohn bekommen sollte – aber umso schöner für die Fans, da sie so ihre ganz eigenen Perlen haben welche sie nicht mit den heuchlerischen Pussy-Metalheads teilen müssen die alles immer ganz toll finden bis es was neues gibt. Uaaaah. Heute liegt das neue Album der Death Metaller Sphere auf dem Schreibtisch. Und meine geheime Hoffnung dass es sich hierbei ein weiteres Mal um einen Geheimtipp wird erfüllt. Mitten in die Fresse rein.


