Archiv für Dezember 2011
Persona Non Grata – Quantum Leap
Genre: Progressive Metal
Punkte: 7/9
Laufzeit: 56:57
VÖ: 16. Dezember, 2011
Label: Massacre Records
Mit Persona Non Grata, einem Titel, ursprünglich benutzt für Diplomaten die ihre rechtliche Immunität im jeweiligen Wirkungsland verloren haben und somit dort unerwünscht sind, steht eine Progressive Formation aus Griechenland in den Verkaufsständen, die noch im größeren Schleier der Unbekanntheit gehüllt ist. In Anbetracht der Leistung ihres, inzwischen zweitem Albums, definitiv unberechtigt.
Interview mit Devariem
Heute haben wir ein E-mail Interview für euch mit Ben von der Thrash-Metal Band Devariem aus Lübeck. Die Band existiert seit Sommer 2009 und orientiert sich musikalisch an Bands wie Machine Head oder Exodus und brät dem Norden nun schon für geraume Zeit gut eins über. Ihre erste CD erschien diesen Sommer und trägt den Titel “Peace was never an option”. Ebenso konnten die fünf Jungs sich bereits die Bühne mit Bands wie The Sorrow, Arkona, Tyr, Bloodwork und Diaboilical teilen und wird 2012 unter anderem auf dem Metal Bash zu sehen sein.
Kadavrik – N.O.A.H.
Genre: Melodic Death Metal
Punkte: 6/9
Laufzeit: 48:20
VÖ: 20. Januar 2012
Label: Sonic Attack
“Vertonte, antiautopisches Endzeitszenario”. Ich weiss nicht wie es euch geht, aber eine Band die ihr Album mit diesen Worten beschreiben kann verdient sich auf Anhieb einen Platz in meinem Herzen. Diese kurzen Worte sind doch sehr vielversprechend. Nur was heisst das konkret? Die aus Deutschland stammende Band "Kadavrik spielt eine Mischung aus Melodic Death Metal und Metalcore. Ihre Musik klingt dazu aber genau so düster wie sie beschrieben wird. Und genau das macht dieses Album so interessant.
Stahlmann – Quecksilber
Punkte: 6/9
Laufzeit: 36:55
VÖ: 20. Januar 2012
Label: AFM Records
Zwei Jahre sind seit dem Debüt “Stahlmann” vergangen. Dennoch gelang es der Truppe bereits die Aufmerksamkeit vieler Menschen zu erlangen. Wohl nichts zuletzt durch den Support auf Tourneen mit Doro und In Extremo. Nun findet “Quecksilber” seinen Weg in die Regale und Stahlmann setzt dabei auf bereits bewährtes.
Mad Circus – Eine Ballade von Liebe und Tod
Genre: Horror-Komödie
Punkte: 7/9
IMDb Bewertung: 6,5 von 10
VÖ: 08. Dezember 2011
Wie müssen Anti-Clöwne aussehen? Krusty der Clown aus der gelben Serie ist sicherlich schon ein gutes Beispiel, welches aber noch Potenzial nach oben aufweist. Dieses Potenzial schöpft nun der spanische Regisseur Álex de la Iglesia mit seinem Genrefilm beinahe vollständig aus.
Ein Haufen Zirkusartisten dreht langsam aber sicher immer mehr durch auf der immer andauernden Suche nach der eigenen Sehnsucht. Dabei gibt es garantiert nicht nur Opfer in den eigenen Reihen zu beklagen – soviel ist sicher.
Female Aggression
Weihnachten – das Fest der Liebe. Ekelhaft. Wie feiert ein echter Metalhead dieses bedenkliche Fest? Richtig, mit viel Bier und lauter Musik. Und zwar nicht mit einem Engelschor, sondern mit Heavy fucking Metal! Somit sind die Grundbedingungen klar. Wer dies dann noch mit seiner Liebsten oder seinem Liebsten tun kann ist natürlich besonders froh. Da sich die Metalcomunity – wenn man den vorherrschenden Klischees Glauben schenken darf – aber in zwei Gruppen teilt ist dies nicht selbstverständlich. Wir haben nämlich einerseits die introvertierten Brillenträger und andererseits die extrovertierten Teddybären mit Bierwampe. Für beide ist es nicht ganz einfach ein entsprechendes weibliches Gegenstück zu finden (oder wenn Sie, Leser, weiblich sind, natürlich umgekehrt). Deshalb hier ein paar Alternativen um trotzdem etwas Weiblichkeit in die Festtage zu bekommen.
Lieber Satan,
heute ist, vom christlichen Glauben ausgehend, der Heilige Abend. In der Nacht von heute auf morgen wurde Jesus Christus geboren, eine Figur die unglaubliches Ansehen in der Gesellschaft geniesst obwohl weder seine Existenz noch seine unglaublichen Taten zweifellos bewiesen werden können. Kein anderer Mensch hat dies bis heute geschafft. Aber lassen wir das, denn um Jesum Christum (dies ist kein Rechtschreibfehler sondern die korrekte Konjugation von “Jesus Christus” im Akkusativ) geht es mir überhaupt nicht. Ich habe dem christlichen Glauben schon längst den Rücken gekehrt. Heute geht es um ein noch viel grösseres Problem der heutigen Zeit: Das Verhalten der Menschen.
Confession – The Long Way Home
Punkte: 5/9
Laufzeit: 31:32
VÖ: 03. Februar 2012
Label: Lifeforce Records
In Australien, der Heimat von Confession, werden die Jungs als “Mosh Band” bezeichnet. Dies weil sie brutalen Hardcore mit vielen Breakdowns und Shouts spielen. Für meinen Geschmack ist diese Bezeichnung aber etwas übertrieben. Klar, “The Long Way Home” haut ziemlich gut rein, aber “Mosh Band” klingt doch nach Musik die zum Moshen animiert und einen Moshpit über einen längeren Zeitraum am leben hält. Und da schwächelt Confession ein wenig. Der erste Song zeigt auch gleich wieso. Nach einem kurzen Intro geht es nämlich mit “Confused/Hopeless” in bester Hardcore-Manier los. Ein einfaches und eingängiges Riff, die typischen Shouts und ein Breakdown welches sich gewaschen hat. Bis hier alles im grünen Bereich.
Spotlight: Лешак
Лешак, oder in europäischen Lettern Leshak, ist eine Folk Metal Band aus der russischen Hauptstadt – Moskau. Klingt ja auf Anhieb nicht so spannend, auch wenn böse Zungen behaupten der Russe könne nur Black und Death Metal (was übrigens nicht stimmt). Bei Leshak handelt es sich aber – welch Überraschung – nicht um eine herkömmliche Folk Metal Band. Man fühlt sich neben der slawischen Kultur nämlich auch noch zum Death Metal hingezogen. Oha, habe ich eben das Klitsche erfüllt welches ich weiter oben als unwahr dargestellt habe? Ach, egal. Fest steht dass Leshak Folk Metal mit erheblichen Death Metal Einflüssen zu Tage bringt – und das so dermassen gut und bockig dass sie ein Spotlight verdienen.
Fallujah – The Harvest Wombs
Genre: Deathcore
Punkte: 6/9
Laufzeit: 44:04
VÖ: 22. November 2011
Label: Unique Leader Records
Fallujah ist eine amerikanische Deathcore Band aus dem sonnigen San Francisco. Mit “The Harvest Wombs” veröffentlicht die Band nach zwei Demos und einer EP im Jahre 2009 ihr erstes Album in voller Länge. Als eingefleischter Fan von All Shall Perish habe ich mittlerweile eine gewisse Erwartungshaltung gegenüber Deathcore. Fallujah haut mit zwar nicht direkt den Hut vom Kopf, allerdings kommen die Jungs meiner Vorstellung von gutem Sound schon ziemlich nahe. Das Album ist aber leider etwas unkonstant. Während mir einige Songs regelrecht die Begeisterung ins Gesicht stampfen werfen andere eher die Frage auf wann das doch eher langweilige Elend ein Ende hat. Aber eines nach dem anderen.