Archiv für Januar 2012
Unearth bestätigen einige Festivals sowie neuen Drummer
Die momentan in Nordamerika auf Tour spielenden Unearth stellen mit Nicke Pierce einen neuen Drummer vor. Dieser erlangte bisher eher in seiner lokalen Heimat in Seattle Bekanntheit den in der Welt. Zu seinen früheren Projekten gehören die Bands Culling The Weak, Eterna und The Faceless. Entdeckt wurde dieser von Unearth laut Meldungen auf YouTube als er verschiedene Unearth Songs coverte. Scheinbar eignet sich das Portal mittlerweile nicht mehr nur für kommende One-Hit-Wonder-Popsternchen, sondern auch für knallharte Drummer mit ordentlich Dampf in den Gelenken.
Remember This: Draconian – The Burning Halo
Unter dem Namen “Remember This” werden wir euch in unregelmäßigen Abständen einzelne Alben oder ganze Bands vorstellen, welche sich immer wieder in den Playern der Redaktion finden und deshalb aus unserer Sicht eine Erwähnung verdienen.
Punkte: keine Bewertung
Laufzeit: 53:56
VÖ: 29. September 2006
Es gibt diese Alben, die erst ein paar Jahre reifen müssen, wie ein guter Wein, bis sich die Qualität vollends offenbart. Draconians “The Burning Halo” ist meiner Meinung nach ein solches Ausnahmewerk.
Das Album erschien im Jahr 2006, als die Fußball-Mania gerade das Land zu überrollen drohte. Die Schweden sind gerade mit ihrem dritten Longplayer unterwegs durch Europa und präsentieren dabei ein Album, dass zwar ordentlich abschneidet aber nur selten den Olymp des Doom oder auch des Gothic Metal zu erklimmen vermag.
Festivaltipp: Heathen Rock
Die Festivalsaison fängt in diesem Jahr glücklicherweise schon etwas früher an. Wenn auch nicht mit einem Festival im eigentlichen Sinne. Am 18, Februar steht der erste Termin auf dem Programm. Das Heathen Rock Festival bieten an einem Tag alles was das Metalherz begehrt, mit einem klaren Fokus auf Heavy und Pagan Metal. Bereits zum dritten Mal findet das Festival im Rieckhof inmitten von Hamburg statt.
Obwohl das eintägige Festival noch ziemlich jung ist hat man es schon geschafft sich in der deutschen Metalszene einen Namen zu machen. Der bunte Mix aus allen möglichen Metal-Genres lockt eine breite Zuschauermasse an. Dies ist auch in diesem Jahr nicht anders, obwohl der Fokus klar ist: Pagan und Heavy. Mit Adormed Brood, Fimbulvet und Menhir dürfte jeder Paganhead da draußen schon mal drei gute Gründe haben da hinzugehen. Aber auch die Heavys werden sich die Finger lecken: Occulus, Ivory Tower und Alpha Tiger versprechen ganz hervorragende Unterhaltung.
Irdorath – Dekonstrukteur Des Fleisches
Genre: Black Metal
Punkte: 7/9
Laufzeit: 45:35
VÖ: 27. Januar 2012
Label: Massacre Records
Beim Namen Irdorath dürften die PC-Spieler unter euch hellhörig werden. Wo habt ihr denn diesen Namen schon gehört? Ich werde es euch verraten: Gothic II. Irdorath ist die felsige Insel welche sich vor Khorinis befindet. Ihr erinnert euch? Falls nicht ist das auch nicht weiter schlimm, schliesslich geht es hier ja nicht um den Namen der österreichischen Black Metal Band. Es geht um ihr zweites Album. “Dekonstrukteur Des Fleisches” klingt genau so böse und rau wie es den Anschein macht. Was dem Hörer mit Titeln wie “Freitodzwang” oder “Fleischgewordener Antigott” versprochen wird hatte kaum besser umgesetzt werden können.
Mosfet – Neues Album bald online verfügbar!
Die österreichischen Thrasher von MOSFET geben bekannt, dass nach dem Europa Release noch zwei weitere Release Termine ausständig sind:
Das neue Album “Deathlike Thrash’n'Roll” wurde am 23.01.2012 im United Kingdom veröffentlicht und am 30.01.2012 wird das Album letztendlich online via Amazon, iTunes und Co zur Verfügung stehen!
Voices of Destiny – Power Dive
Punkte: 7/9
Laufzeit: 55:22
VÖ: 27. Februar 2012
Label: Massacre Records
Zwei Jahre ist es nun her, das die Senkrechtstarter von Voices of Destiny den deutschen Symphonic Metal Markt aufwirbelten mit ihrem erfrischend klingendem Debütalbum “From The Ashes”.
Nun folgt endlich der lang ersehnte Nachfolger “Power Dive”, welcher sogar noch eine Spur härter ausfällt als der Vorgänger. Dabei bahnt sich eine Band ihren Weg nach oben, die es durchaus mit den niederländischen Größen von “Within Temptation” oder “Delain” aufnehmen kann.
Lamb Of God – Resolution
Genre: Metal
Punkte: 8/9
Laufzeit: 56:46
VÖ: 20. Januar 2012
Label: Roadrunner Records
Zu Lamb Of God müsste eigentlich nicht mehr all zu viel zu sagen sein. Seit über 10 Jahren sind die Amerikaner mit ihrem extrem groovigen und kraftvollen Metal in der Szene als Stimmungsgaranten unterwegs. Ihre Musik wird sowohl für die unritterliche Härte wie auch für die sehr eingängigen Riffs und die Melodien mit Ohrwurm-Garantie geschätzt. Mit “Resolution” steht nun das insgesamt zehnte Studioalbum vor der Tür – und wie erwartet wurde hier ein Meisterstück abgeliefert.
Putrified – Neurotic Necrotic
Genre: Brutal Death Metal
Punkte: 6/9
Laufzeit: 33:46
VÖ: Februar 2012
Label: Hellthrasher Productions
Fick, ja! Die Tage werden zwar derzeit schon wieder länger, aber es ist trotzdem noch genügend Zeit, die Kuschelrock-LPs in die hinterste Ecke zu schieben und einen, der dunklen Jahreszeit angemesseneren, Soundtrack in den Player zu werfen! Pfeif auf die ganzen Hochglanz-Produktionen mit ihren gefälligen Covern, all den tanzenden Elfen, den pseudo-folkigen Trollfressen und lieblichen Ornamenten. Schnell noch die letzte Nightwish-Scheibe mit einem gekonnten Fußtritt aus dem Weg geräumt – und es kann losgehen mit einem urig-polternden Brocken Todesblei des polnischen Labels Hellthrasher Productions.
Putrified ist ein Stockholmer Ein-Mann-Projekt und huldigt dem klassischen Schwedentod wie ihn Anfang der 90er einige Landsmänner bereits salon – Verzeihung – gruftfähig machten. Passenderweise lautet der Name des Frontgrunzers und Saitenquälers schlicht A.Death. Ebenso schnörkellos: die Mucke. Underground ist ja nicht gleich Underground, leider ist oftmals der Gang zum HNO Arzt unausweichlich, nachdem man eine dieser “Perlen” genießen durfte. “Neurotic Necrotic” lässt das Trommelfell dankenswerterweise intakt, auch wenn die Produktion arg trashig geraten ist – der Atmosphäre tut jedenfalls gut. Authentizität, Mann! Trotzdem, der Sound ist zu stark um auf das Gekratze angewiesen zu sein, eine druckvolle, saubere Abmischung stünde der Scheibe mindestens ebenso gut zu Gesicht.
Today Forever – Relationshipwrecks
Genre: Post Hardcore
Punkte: 4/9
Laufzeit: 29:49
VÖ: 06. Januar 2012
Label: Massacre Records
Today Forever – obwohl diese Band bereits ihr 10-jähriges Bestehen feiern kann waren mir die Jungs bis heute unbekannt. Mit “Relationshipwrecks – was ich übrigens einen äusserst amüsanten Albumtitel finde – veröffentlicht die Hardcore-Combo nun ihr drittes Album. Eines Vorweg: Mit klassischem Hardcore haben wir es hier definitiv nicht zu tun. Ob Post Hardcore die richtige Bezeichnung ist sei dahingestellt. Fest steht dass hier extrem melodiöser Hardcore gespielt wird – geht das überhaupt?
FOX – 2012
Punkte: 9/9
Laufzeit: 59:50 min
VÖ: 20. Januar 2012
Label: Sony Music
Dieses Wochenende dreht sich bei uns alles um FOX, der neuen Hard Rock Super-Group aus der Schweiz. Gestern haben wir bereits einen Konzertbericht zur Release-Show des Debut Albums „2012“ veröffentlicht und heute nehme ich den besagten Erstling mal gründlich unter die Lupe! Mark Fox trennte sich vor gut zwei Jahren von seiner damaligen Band Shakra. Jetzt, im Jahr 2012, gibt er sein Debut als Solokünstler und wählte den Titel des Albums deshalb auch ganz bewusst als Symbol des Neuanfangs, der Wiedergeburt, der Auferstehung des Rock’n‘Rolls…
