Beaten To Death – Xes And Strokes

XesAndStrokesGenre: Grindcore

Punkte: 8/9

Laufzeit: 18:31

VÖ: 01. November 2011

Label: Mas-Kina Recordings

Wenn man heute vor einem Release aus Skandinavien sitzt rechnet man automatisch mit gutem Metal. Wenn wie im Falle von Beaten To Death das Line-Up so hochkarätig ist erst recht. Anders Bakke von She Said Destroy, Christian “Bartender” Svendsen von Tsjuder sowie Martin Rygge und Tommy Hjelm von Insense rechtfertigen eine relativ hohe Erwartungshaltung gegenüber ihrem Erstling “Xes And Strokes”. Auch wenn man sich mit rauem Grindcore ein eher unerwartetes Genre ausgesucht hat. Völlig zu Recht wie sich zeigen wird.

Was mich persönlich sehr amüsiert ist die Erfüllung des Nr. 1 Grindcore-Klischees: Neun Songs in etwas mehr als 18 Minuten – das soll kein Kritikpunkt sein, ganz im Gegenteil. Die Tatsache lässt mich schmunzeln und steigert meine Freude auf ein rasantes Grindcorevergnügen. Wenn ich den Sound von “Xex And Strokes” in einem Szenario bildlich darstellen müsste täte ich das folgendermassen: Eine Grossstadt wird von einer Zombiehorde überrannt. Die Monster töten die ganzen Unschuldigen Menschen, reissen ihnen die Köpfe ab, fressen kleine Kinder und nehmen Gliedmassen als Trophäen mit. Auf dem Höhepunkt des Gemetzels detoniert ein atomarer Sprengkopf welcher einfach mal alles komplett wegfetzt. Zum Schluss bietet sich uns ein schönes Bild wenn endlich Ruhe eingekehrt ist.

Beaten To Death 1

Was heisst das nun auf die Musik übertragen: In erster Linie präsentieren uns die Herren astreinen, skrupellosen Grindcore. Die Gitarrenarbeit ist grandios. Grösstenteils natürlich sehr aggressives Riffing, äusserst rau und unbarmherzig. Es finden sich aber auch hin und wieder etwas ruhigere Phasen, in denen man schon fast von melodiösen Parts reden könnte. Der Bass wird ebenfalls konsequent brutal gespielt. Das Schlagzeug schiesst den Vogel aber ab. Der “Bartender” spielt so dermassen schnell und brutal dass mein Nacken die weisse Fahne schon schwingt bevor ich überhaupt mit Headbangen anfangen kann. Egal ob irrsinnig schnelle Blastbeats oder schon fast unglaubwürdig kraftvoll wirkende Breakdowns – der Typ hats einfach drauf. Anders Bakke setzt dem ganzen mit seinen bedenklich bösen Vocals die Kröne auf. Selten hat es ein Grindcore-Debüt geschafft so unglaublich erbarmungslos in die ganzen Fan-Fressen zu schlagen. Das Beste an “Xes And Strokes” ist die gute Mischung zwischen den extrem schnellen Grindcore-typischen Rammelparts und den fast ein wenig an Brutal Death Metal erinnernden Genickbruch-Breakdown.

Diesen Erstling darf sich kein Grindcore-Fan entgehen lassen. Hier wird bewiesen dass Norwegen mehr als nur Black Metal kann. Einfach grandios!

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