Archiv für Februar 2012
Eluveitie – Helvetios
Genre: Folk Metal
Punkte: 6/9
Laufzeit: 59:08
VÖ: 10. Februar 2012
Label: Nuclear Blast
Die Erarbeitung dieser Rezession stellte sich als Wechselbad der Gefühle heraus. Unzählige Male musste ich die Punktvergabe neu überdenken, etliche Versionen des Textes sind mittlerweile auf meinem Computer gespeichert. Es geht von bedenklich schlecht über graues Mittelmass bis hin zu gottgleichen Lobeshymnen. Es war nicht ganz einfach, aber nachdem ich mir über zwei Wochen Zeit genommen habe um mich eingehen mit “Helvetios” zu beschäftigen bin ich zu einem Ergebnis gekommen mit welchem ich leben kann. Kommentare sind herzlich Willkommen.
Spotlight: Betonengel
Lass mich dieses Spotlight mit einer ungesunden Portion Eigenlob beginnen. Trotz meines doch noch sehr jungen Alters kenne ich einen Haufen verschiedener Bands. Einen richtig grossen Haufen. Man ist fast verleitet zu sagen "einen ganzen Arsch voll" Bands. Und einen beachtlichen Teil davon habe ich schon mindestens ein mal live gesehen. Auf was will ich mit dieser Aussage raus? Auf die Tatsache dass mich an einem Konzert so schnell nichts aus den Socken haut. Ich liebe Konzerte und Festivals über alles, aber ich habe einfach schon zu viel gesehen um leicht beeindruckt zu sein. Am vorletzten Wochenende ist das wieder geschehen. Ich stand mit aufgeklapptem Mund vor der Bühne und war von Freude erfüllt. Wer mich kennt kann sich in etwa vorstellen was das zu Bedeuten hat. Grund dafür war der Auftritt der aus Hildesheim stammenden Band Betonengel am Heathen Rock Festival 2012.
Earth – Angels of Darkness, Demons of Light 2
Genre: Instrumental Post Rock/Doom
Punkte: 7/9
Laufzeit: 45:55
VÖ: 24. Februar 2012
Label: Southern Lord
Nicht ganz ein Jahr nach dem letzten Earth-Output gibt es wieder eine Meldung aus Olympia/Washington: der zweite Teil von “Angels of Darkness, Demons of Light” steht in den Regalen. Man könnte der Band eine kaum gekannte Umtriebigkeit oder gar Eile unterstellen wenn man die im Vergleich zu früheren Veröffentlichungszyklen extrem verkürzte Spanne zwischen Teil 1 und 2 betrachtet – aber der Eindruck täuscht.
“Angels of Darkness, Demons of Light Teil 2″ entstand bereits 2011, kaum überraschend die Tatsache dass die 5 Songs im Rahmen der selben Sessions eingespielt wurden wie der erste Teil.
Black Messiah – The Final Journey
Genre: Pagan Metal
Punkte: 7/9
Laufzeit: 55:25
vö: 25. Februar 2012
Label: AFM Records
Black Messiah sind, wenn es um Pagan-Metal geht, mittlerweile gar nicht mehr wegzudenken. Die seit 1992 bestehende Band, die auf ihrem ersten Album noch Black-Metal gespielt haben, sind seit Ende der 90er im jetzigen Genre fest verwurzelt und somit echte Urgesteine.
4ARM – Submission For Liberty
Punkte: 7/9
Laufzeit: 49:27
VÖ: 24. Februar 2012
Label: Rising Records
Den Anfang eines Reviews einigermassen gut zu gestalten kann zum Teil ziemlich schwierig sein. Mann will dem Leser den folgenden Text schmackhaft machen, etwas über die Band und ihre Musik preisgeben ohne dabei das wesentliche schon zu verraten. In manchen Fällen scheint dies ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. In manchen aber auch nicht. So wie bei der australischen Thrash Metal Band 4Arm. Die Jungs haben in ihrer eigenen Biografie eine Einleitung die jeden weiteren Kommentar überflüssig macht. So heisst es auf ihrer Homepage:
"4ARM are a pure, straight-up Thrash Metal band who since 2004 have been musically distinctive, aggressive and explosive."
Los geht’s!
Spread The Plague – Pangaea [EP]
Punkte: 7/9
Laufzeit: 43:07
VÖ: 01. Februar 2012
Label: Eigenproduktion
Die Münchner SPREAD THE PLAGUE konnten mich als Vorband der russischen Mathcorer MY AUTUMN mehr als überzeugen. Dies war Motivation genug um mir die zeitgleich veröffentlichte EP reinzudrehen.
Überrascht von der langen Spielzeit von stolzen 43 Minuten zelebriert die Truppe Death Metal ohne Kompromisse.
Festivalbericht: Heathen Rock Festival 2012
Das Festivaljahr 2012 wurde für disctopia ungewöhnlich früh eingeläutet. Am 18. Februar stand das mit Spannung erwartete Heathen Rock Festival auf dem Programm. Bereits zum dritten Mal versprach eine – wie sich im Nachhinein herausstellen sollte – grandiose Location und ein leckeres Line Up einen perfekte Start in die Saison. Gut, böse Zungen mögen behaupten das Heathen Rock sei überhaupt kein richtiges Festival. “Ist ja indoor, und dauert nur einen Tag!”. Das sind aber die selben Nasen denen im Paradies die Milch zu warm ist und denen zu viele nackte Weiber rumrennen. Also Schnauze halten. Alles was über 5h Musik bietet ist ein Festival. So. Eines Vorweg: Da unsere SD-Karte die Heimreise leider nicht geschafft hat können wir euch keine Bilder und keine Galerie zum Heathen Rock 2012 bieten – dafür bitten wir euch vielmals um Entschuldigung! Lasst euch aber eines gesagt sein: Bilder sind in diesem Falle eh überflüssig. Denn das Heathen Rock Festival 2012 war einfach mal der absolute SHIT! Im positiven.
Konzertbericht: Full of Hate 2012 im Backstage (München) am 18.02.2012
Wer Neckbreaker’s Ball und Hatefest im vergangenen Jahr unbeschadet überstanden hatte, für den öffnete das Münchner Backstage am 18. Februar abermals seine Tore, um Nackenwirbel zu gefährden und Hörnerven zu knicken, das Ganze unter dem Titel “Full of Hate 2012″!
Ganze sechs Bands waren angekündigt, unter Anderem die großartigen Behemoth aus Polen, die sich mit den Auftritten im Rahmen dieser Festival-Tour nach Nergals schwerer Erkrankung erstmals zurückmelden. Zusammen mit Cannibal Corpse kann man die Beiden damit als Headliner betrachten, was nicht heisst dass der Rest der Aufgebots weniger hochwertig war.
Die Location platzte bereits zu Beginn aus allen Nähten, kein Wunder bei ausverkauftem Haus. Nicht gerade leicht, sich mit Kamera seinen Weg zum Graben zu bahnen, aber die Mühen sollten sich definitiv lohnen.
Spotlight: Emblema – Keep out from me
Es wird wieder einmal Zeit für einen Blick über den Tellerrand, weg von bekannten Gefilden, auf einen Abstecher abseits der großen Labels und Hochglanzkataloge der Rock- und Metal-Szene. Viel zu viele talentierte Bands schaffen es nie, über den Status der Lokalmatadoren hinaus zu kommen, eine überregionale Bekanntheit bleibt ihnen - trotz allen Könnens – oft verwehrt.
Emblema sind im schönen Nachbarland Italien zuhause, gar nicht so weit von Rimini, und existieren seit 2007. Dieses Spotlight vereint die Vorstellung der Band und ihres 2011 erschienenen, jüngsten Albums “Keep out from me”, das definitiv auch außerhalb des Stiefels Gehör finden sollte.
Biohazard – Reborn In Defiance
Genre: Hardcore
Punkte: 5/9
Laufzeit: 54:58
VÖ: 20. Januar 2012
Label: Nuclear Blast
Besser Spät als Nie – dieses Sprichwort trifft zu diesem Artikel gleich doppelt zu. Zum einen wurde uns trotz technisches Probleme doch noch die neue Biohazard CD zur Verfügung gestellt (vielen Dank an NB an dieser Stelle). Zum anderen sind seit dem letzten Output “Means To An End” sieben Jahre vergangen. Damals wurde uns astreiner Hardcore geboten. So, wie man es sich von Biohazard seit über 20 Jahren (Bandgründung 1987). Für all jene welche diese Band nicht kennen: Biohazard gehören zu den Vorreitern in Sachen Hardcore und Crossover. Sie haben den Stil massgeblich geprägt und mitentwickelt. Und nun sind sie mit “Reborn In Defiance” im Jahr 2012 angekommen. Leider nicht so wuchtig wie ich mir das erhofft habe.
