Totengeflüster
Vom Seelensterben
- Genre:Black Metal
- Subgenre:Symphonic Black Metal
- Laufzeit:46:38
- VÖ:01. February 2013
- Label:Eigenproduktion
- Webseite:zur Webseite
Im Jahr 2007 beginnt die Geschichte von TOTENGEFLÜSTER als Totleben erste Songideen in ein musikalisches Korsett steckte. Inspiriert von diesem Genre entstand über die Zeit das nun vorliegende Werk “Seelensterben”. Das Album ist dem Black Metal zuzuordnen – und zwar nicht von der Sorte einmal weichgespült, sondern kommt mit klaren Linien und konsequenter Umsetzung daher. Während sich Totleben für Bass und Gitarre verantwortlich zeichnet, übernimmt Narbengrund den Gesang. Schattendorn ergänzt das Trio an den Drums.
“Vom Seelensterben” ist ein äußerst eindrucksvolles Werk, welches stark auf Atmosphäre und gnadenlosen Gesang setzt. Besonders Narbengrund kann am Mic voll überzeugen. Markerschütternde Screams durchsetzen das Album und lassen den Grundglauben im äußersten Fundament erbeben. Düster, eindringlich und vom Wahn befallen – grandios!
![[Black Metal] Totengeflüster Vom Seelensterben photo totengeflüster band 199x300 [Black Metal] Totengeflüster Vom Seelensterben](http://i2.wp.com/disctopia.de/wp-content/uploads/2013/02/totengeflüster-band.jpg?resize=199%2C300)
Auch bei der Melodie lassen TOTENGEFLÜSTER nichts anbrennen. Die Struktur ist äußerst dynamisch und passt sich beeindruckend flexibel der beabsichtigen Wirkung an. Mal rasend schnell, als wäre das Ende der Existenz selbst hinter der Band her, mal schleifend langsamer, als klopfe der Tod an die Tür. Durch dieses Spiel mit der Geschwindigkeit erzeugen die Songs eine ganz eigene Anziehungskraft.
Davon mal einen Song auf Guitar Hero nach zu spielen, hätte einen ziemlichen Reiz. Fingerkuppen, áde!
Neben den genannten Instrumenten finden sich noch weitere Elemente zur Garnierung auf “Vom Seelensterben”. Diese nehmen zwar keine prominente Position ein, wirken in der bewussten Subtilität dennoch voll durch. Besonders “Gefrorene Tränen” kann mit einer starken Anreicherung aufwarten, was dem Gaststpiel von Aggreash (LYFTHRASYR) geschuldet sein dürfte.
Weitere Gastmusiker finden sich übrigens auf “Ein Traumgespinst” sowie auf “Ein Monolog im Mondschein” mit unterstützenden Gesängen.
Auch nach mehrmaligen Konsum des Albums, wirkt es nicht langweilig oder abgenutzt – ganz im Gegenteil. Doch leider macht sich erstaunlicherweise auch kein Verlangen nach “mehr!” in den Hirnwindungen bemerkbar. Ich kann nicht exakt bestimmen, was fehlt, doch trotz sowohl technischer als auch musikalischer Höchstleistung scheint ein Element zu fehlen.
So bleibt das Debüt zwar immer noch sehr stark, und kann sich vor allem im überlaufenem Genre des Black Metals behaupten, doch bleibt es leider auch kaum in Erinnerung und erlischt viel zu schnell. Weiterhin hätte es der Scheibe nicht geschadet, etwas dreckiger und abgenutzter zu klingen. Das beliebte Stilmittel würde für zusätzliche Authentizität sorgen.
“Vom Seelensterben” liefert inhaltlich nichts weniger als es verspricht. Die Band liefert dabei eine bemerkenswerte Leistung ab und dürfte in Zukunft sicherlich noch öfters zu hören sein.





