Genre: Folk Metal
Punkte: 7/9
Laufzeit: 36:00
VÖ: 27. August 2010
Normalerweise veröffentlichen wir keine Reviews von Alben die schon mehrere Monate auf dem Buckel haben. Im Falle der irischen Band Celtachor haben wir aber eine Ausnahme gemacht – zu Recht.
Die Combo hat es sich nach eigenen Angaben zur Aufgabe gemacht die herrlichen Mythen und Sagen der irischen Folklore am Leben zu erhalten und durch ihre Musik neu zu interpretieren. Somit ist ihre erste Veröffentlichung, eine Demo mit sechs Stücken und einem Intro, eigentlich eine Art Konzeptalbum. Es wird nämlich die Geschichte des irischen Lichtgottes Lugh erzählt. Wer sich also für irische Sagen begeistern kann wird vom mit den Texten Celtachor’s viel Spaß haben.
Musikalisch werden die einzelnen Abschnitte der Erzählung wunderbar untermalt. Sofort wird klar dass die Band sehr stark vom Black Metal beeinflusst wurde. Es finden sich aber auch Elemente des Folk und Celtic Metal, in gewissen Passagen wage ich sogar Ansätze eines Core-ähnlichen Breakdowns zu erkennen. Die Schwerpunkte der Stücke werden passend zum textlichen Inhalt gesetzt. So ist im Opener “Rise of Lugh”, wo es um die Geburt geht, die Flöte sehr präsent. Dies verleiht dem Stück trotz den rauhen Vocals von Sänger Stephen Roche eine gewisse Leichtigkeit und Unbeschwertheit. In “A Warning to Balor”, in welchem es um die Vorbereitung zur Großen Schlacht gegen die Fomor geht (wo Lugh dann Balor tötet), wird komplett auf die Flöte verzichtet. Die Stimmung ist gespannt und düster. Es wird eine dunkle Atmosphäre erzeugt – genau so stelle ich mir die Stimmung kurz vor der Schlacht vor.
Celtachor erzählen ihre Geschichten äusserst stimmungsvoll und glaubwürdig. Auch wenn die Musik zu Beginn etwas seltsam klingt kann die Band um Stephen Roche nach einigem Hören voll und ganz überzeugen. Einziger Kritikpunkt an der Demo ist stellenweise die Klangqualität – wobei dieses Problem bei einem Full-Lenght Album vermutlich behoben werden würde. Auch die Flötenpassagen scheinen manchmal etwas seltsam zu sein. Dieses Gefühl legt sich aber nach mehrmaligem Hören und soll deshalb nicht als Negativpunkt gewertet werden – es kling anfangs halt einfach etwas ungewohnt.
Celtachor hat mit “In the halls of our ancient fathers” eine großartige Demo auf die Beine gestellt. Jeder sollte da unbedingt mal reinhören – auf weitere Outputs dieser Band darf mit Spannung gewartet werden!


