Denouncement Pyre
Almighty Arcanum
- Genre:Dark Metal
- Laufzeit:42:19
- VÖ:22. January 2013
- Label:Hells Headbangers Records
Die Australier von Denouncement Pyre präsentieren uns mit “Almighty Arcanum” nach ihrem Debüt 2010 das zweite Album in voller Länge. Dies scheint angesichts der Tatsache dass die Band bereits seit 2003 existiert etwas schwach – allerdings sollte man hier nicht vorschnell urteilen. Die Jungs haben sich die Zeit mit diversen Demos und EPs vertrieben und die Vergangenheit hat uns nur zu gut gezeigt dass es nicht immer von Vorteil ist in kurzer Zeit viele Alben auf den Markt zu scheissen. Fast immer leidet die Qualität sehr unter solchen Ambitionen. Allerdings ist eine sparsame Veröffentlichungsrate auch nicht immer ein Qualitätsgarant. Denouncement Pyre ist irgendetwas dazwischen. “Almighty Arcanum” ist bestimmt kein schlechtes Album. Es klingt richtig schön düster und verbreitet eine gute Atmosphäre. Gleichzeitig kommen auch Fans von Old School Geshredder teilweise auf ihre Kosten. Trotzdem tut man sich schwer damit sich vom Durchschnitt abzusetzen.
Nach einem kurzen aber stimmigen Intro erwartet uns mit dem eigentlichen Opener “An Extension Of The Void” ein über 7-minütiges Stück welches sich definitiv nicht zu verstecken braucht. Wird am Anfang noch ohne Rücksicht auf Verluste losgeknüppelt, was durch das ziemlich geile Riffing richtig viel Spass macht, wechselt der Song zur Mitte hin in doch eher ruhigere Gefilde und bedient in der zweiten Hälfte Freunde des atmosphärischen Black Metals. Dies machen die Herren richtig gut, besonders der Übergang vom schnellen Start zum verhältnismässig ruhigem Ende ist gut gelungen. Dieser Song ist bereits ein Highlight der Platte. Hut ab. Danach wirds leider schon etwas eng. Die Songs bleiben qualitativ zwar gut, allerdings entdecke ich da nichts was Denouncement Pyre von irgend einer anderen Black Metal Band unterscheiden würde. Generell kann man sagen – oder besser generell kann ich sagen dass mir das Riffing sehr gut gefällt. Auch die eher ruhigeren Song auf dem Album, wie zum Beispiel “He Who Conquers All”, gefallen mir persönlich sehr gut. Der Band fällt es extrem leicht bedrückende, düstere Stimmung zu erzeugen und diese durch einen Song zu tragen. “He Who Conquers All” ist übrigens auch ein Anspieltipp. Sehr geiler Song wie ich finde. Zum Ende hin trumpfen die Herren ebenfalls noch einmal auf. “Darkness Manifest” sowie auch “The Redeemer” gehen richtig gut ab und vereinen alle zuvor genannten positiven Eigenschaften der Band in jeweils einem Song. Und dabei fällt mir auf dass meine anfängliche Aussage im Prinzip falsch ist. Denn die Songs welche klar überdurchschnittlich gut sind überwiegen auf dem Album. Also sind sie eben doch etwas besser als alle anderen.
Denouncement Pyre dürfte vor allem jenen gefallen welche sich für sehr stimmigen, düsteren und nicht zuletzt bedrückenden Black Metal begeistern der sich allerdings ständig im ursprünglichen Black Metal bewegt und dann doch eher Death Metal Einflüsse preisgibt als etwas Elemente des DSBM oder Ambient. Ein interessantes Album in welches man definitiv mal reinhören sollte. Dann aber mit genügend Zeit – sonst passiert euch der selbe Fehler wie mir.




