Evil Army
I, Commander
- Genre:Thrash Metal
- Laufzeit:08:17
- VÖ:14. January 2013
- Label:Hell's Headbangers
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Eine dreiköpfige Band aus Memphis, Tennessee erklärt allen Posern den Krieg. EVIL ARMY wollen den „Party Thrash“ vernichten und mit einem Sound zwischen SODOM und EXODUS den echten Thrash Metal wieder aufleben lassen. Um diese Mission zu erfüllen, ziehen sie mit einer 7“ EP namens „I, Commander“ in die Schlacht.
Zumindest optisch spielt die Band das trashige Militär-Thema sehr gelungen. Die Platte kommt in transparentem NATO-Oliv und das Artwork mit lachendem Totenschädel und Stahlhelm passt ins Bild. Schade ist es letztlich nur, dass die Musik nicht die Schlagkraft entwickelt, die nach den großen Worten folgen sollte.
Was EVIL ARMY bisher von sich haben hören ließen, beschränkt sich auf ein einzelnes Album sowie wenige Singles, Splits und Demos. Das ist nicht viel für eine Band, die bereits seit dem Jahr 2003 ihr Unwesen treibt. Ob es dieses Mal für mehr als die drei Songs der EP hätte langen können, wage ich auch zu bezweifeln. Selbst die kurze Spielzeit können die US-Thrasher nicht durchgängig mit Spannung füllen.
An der Musik fällt zuerst auf, dass EVIL ARMY ziemlich punklastig spielen. In dieser Hinsicht erfüllen sie auf jeden Fall die Erwartungen, denn ihr Stil knüpft an die ganz frühen Tage des Thrash Metals an. Auch die Soundqualität hat sich nicht über das Jahr 1983 hinaus entwickelt. Das ist so gewollt und kommt auch angenehm rumpelig rüber.
Richtig überzeugen kann allerdings nur Seite 1 des Platte. Hier findet man den Titelsong, der mit einfachsten Mitteln gut ins Ohr geht und von den Riffs bis zum Solo jeden Freund des Thrash Metal bestens unterhalten wird.
Dreht man die Scheibe dann um, fällt die Leistung von EVIL ARMY plötzlich deutlich ab. Den schwächsten Song in der Mitte zu platzieren ist clever, kann die Belanglosigkeit von „Ashes Of The Nuclear Fire“ aber auch nicht überdecken. Mit einer so unmotiviert klingenden Darbietung wird sicher nichts in Schutt und Asche gelegt. Der unspektakuläre Rausschmeißer „I Must Destroy You“ ist zumindest nett anzuhören, reißt allerdings keine Bäume aus.
Die Leistung ist also kurz gesagt völlig durchwachsen: Einmal geil, einmal grottig, einmal ganz gut. Ein großer Siegeszug lässt sich mit diesem Material nicht auf die Beine stellen. Für Sammler ist sicher interessant, dass das Artwork der Platte gelungen ist. In die Wertung möchte ich das allerdings nicht als Pluspunkt einfließen lassen.



