Hatriot
Heroes Of Origin
- Genre:Thrash Metal
- Laufzeit:43:48
- VÖ:25. January 2013
- Label:Massacre Records
- Webseite:zur Webseite
Eine Legende des Thrash Metal ist mit einem neuen Projekt zurück. Als Sänger von EXODUS machte er Karriere, sang schon bei TESTAMENT, als sie noch LEGACY hießen, und war schlicht und ergreifend an Meilensteinen des Genres beteiligt. Jetzt bringt Steve Souza sein neues Projekt HATRIOT an den Start und macht daraus ein Familienunternehmen.
Dieses Mal hat er seine beiden Söhne Cody (Bass) und Nick (Drums) in die Band geholt. Offenbar liegen die beiden voll auf der Wellenlänge ihres Vaters, wenn es um Musik geht. Denn bei HATRIOT widmen sie sich gemeinsam dem Thrash Metal der alten Bay-Area-Schule. Natürlich sind auch zwei Gitarristen mit dabei, die übrigens genau wie die Souza-Söhne bislang noch keine Duftmarken gesetzt haben. Der Altmeister setzt also auf Risiko.
Bei der Stilrichtung der Band gehen HATRIOT allerdings auf Nummer sicher. Experimente gibt es auf „Heroes Of Origin“ nämlich keine. Es könnte ebenso gut EXODUS auf dem Album stehen und niemand würde sich wundern. Höchstens darüber, dass es dafür ein bisschen zu wenig Abwechslung gibt. Denn das Fazit ist: An die Leistungen seiner alten Bandkollegen kommt Steve Souza trotz familiärer Verstärkung nicht ganz heran.
HATRIOT zocken gekonnt das Standardprogramm runter und streuen einer Reihe cooler Soli ein. Es ist eine gekonnte Umsetzung dessen, was man an Thrash Metal alter Schule halt schon kennt. Ein gut gemachtes Album, wenn auch keines, das neue Maßstäbe setzen wird. In diesem Sinne übrigens ganz ähnlich wie Souzas früheres Projekt TENET.
Für mich bleibt am Ende noch die Frage zurück, warum die Produktion unbedingt so ähnlich klingen muss, als hätte man das nächste Album von WARBRINGER eingelegt. An diesem Punkt endet vieles, was sonst so angenehm oldschool wirken könnte. Vor allem sind die Drums so auf einen aggressiven Sound hin getrimmt, dass der Rest der Musik streckenweise unangenehm von ihnen zugekleistert wird. Dafür zeigt der Daumen nach unten, während er für die Musik an sich nach oben zeigt.




