Genre:Melodic Death Metal
Punkte: 6/9
Laufzeit: 33:06
VÖ: 29. Juli 2011
Label: Nuclear Blast
World Under Blood war 2006 zur Gründung noch ein Duoprojekt von Deron Miller, Vocalist und Gitarrist und Tim Yeung, der schon bei bekannten Bands wie All That Remains und Hate Eternal die Klangklöppel spielte und den Part bei “Divine Heresy” weiterhin parallel übernimmt. In dieser Zeit entstanden auch die ersten 3 Songs “God Among The Waste”, “Dead And Still in Pain” und “Under The Autumn Low”. Kurz darauf wurde mit Luke Jaeger, dem neuen Lead Gitarristen und Risha Eryavac, bis zuvor noch Bassist bei “Decrepit Birth”, die Band vervollständigt.
Am Ende des Jahres 2008 gab es das erste offizielle Veröffentlichungsdatum. Laut Tim Yeung mussten nur noch 3 weitere Songs hinzugefügt werden, was nach der Veröffentlichung des neuen Albums von “Divine Heresy” geschehen sollte. Nachdem die Fertigstellung nun schon auf 2009 verschoben wurde, gab es für die Fans, mit dem Labelwechsel zu Nuclear Blast, neue Hoffnung auf ein baldiges Erscheinen der Scheibe. Nun, weitere 2 Jahre später ist es so weit, ganz nach dem Motto “Gut Ding will Weile haben”?
Auf jeden Fall sollte man seinen Genre Horizont etwas erweitern, denn mit den, hauptsächlich aus Schweden stammenden Vertretern, hat es nicht mehr viel zu tun. Den größten Unterschied würde ich darin sehen, dass selbst die Clear Voice Parts powervoll hinterlegt werden. Gerade Drummer Tim Yeung merkt man seine Spielfreude an. Seinem kraftvollen Spiel und geilem Doublebass ist es zuzuschreiben, dass sich der Hörer etwas schwertun könnte, nachdem er etwas von ‘Melodic’ gelesen hat.
Dennoch stehe ich den 5 Jahren Entwicklungszeit etwas skeptisch gegenüber. Mit “God Among the Waste”, welches mit, zwar technisch verstärkten, aber dennoch tiefen Growls welche ich so noch nicht gehört habe, aufwartet, gab es mein Highlight schon in der ersten Zusammenkunft. Ebenso den Titel “Under The Autumn Low”, den ich dicht dahinter platzieren würde. Für den Rest der recht kurz geratenen Scheibe gilt, dass zwar jedes Element, für sich genommen, gut gespielt ist, ihr aber trotzdem etwas die zusammenfassende Seele fehlt, die einen Song besonders macht. Gerade das Melodeath Genre hat diesen unverkennbaren Charme, durch den man einen Song zuordnen kann, ohne ihn vorher gehört zu haben. Auch wenn sich hier großartige Musiker zusammengefunden haben, so kann ich diesen in ‘Tactical’ leider nicht erkennen.
Man sollte World Under Blood aber alles Andere als abschreiben. Mit einem Hammer Doublebass und Growls die schon überzeugt haben, steht den Mannen sicher eine gute Zukunft im Metal bevor, sie sollten die Songs nur etwas dichter beieinander halten. Nach Anschauen meines lange verfügbaren Favoriten, kann man meine Zuversicht sicher nachvollziehen.

