Artikel-Schlagworte: „Black Metal“
Secrets Of The Moon – Seven Bells
Genre: Black Metal
Punkte: 7/9
Laufzeit: 59:58
VÖ: 16. März 2012
Label: Prophecy Productions
Nach “Privilegivm” 2009 und drei EPs (zwei in 2010, eine 2011) folgt mit “Seven Bells” nun endlich das lange erwartete neue Album der deutschen Schwarzmetaller Secrets Of The Moon. Das gute Stück fängt sich nach einem kurzen Blick auf die Tracklist erste Sympathiepunkte. Freunde der dunkeln Klänge dürfen sich auf eine volle Stunde Feinkost freuen. Wobei ja Länge nicht gleich Qualität bedeutet. Da aber die bisherigen Outputs der Deutschen immer sehr solide wenn nicht sogar überdurschnittlich gut waren sind hier Bedenken wohl kaum angebracht. Ein interessanter Fakt vorweg: Seit 2007 ist kein Gründungsmitglied mehr in der Band (Bandgründung 1993). Das Line-Up wurde also einmal komplett durchgereicht. Geschadet hat es der Musik aber anscheinend nicht und so können wir uns auch bei “Seven Bells” auf eine richtig gute Platte freuen.
Manipulator – Voidbound
Genre: Death / Black Metal
Punkte: 7/9
Laufzeit: 49:12
VÖ: 16. März 2012
Label: Soulseller Records
Obwohl das französische Death Metal Soloprojekt Manipulator mit düsterer, atmosphärischer und absolut tödlicher Musik punkten kann existieren nur zwei Demos. Bis heute. Mit “Voidbound” erscheint eine 4-Track EP der als Bonus noch die “Uneartherd” Demo aus dem Jahr 2009 beiliegt. Auf dem beiliegenden Infozettel der Promo ist “unique grim death metal from france” zu lesen. Und diese Beschreibung bringt es ganz gut auf den Punkt. Leider ist die eigentliche EP ziemlich kurz da es sich bei dem vierten Stück um das Darkthrone-Cover “Cromlech* handelt – welches überaus gelungen ist. Immerhin drei neue Stücke sind aber zu bewundern und auch die müssen sich n nicht verstecken. Richtig böser Death Metal wie er im Buche stehet.
Desaster – The Arts Of Destruction
Genre: Black / Thrash Metal
Punkte: 7/9
Laufzeit: 46:59
VÖ: 27. Februar 2012
Label: High Roller Records
Heute ist ein richtig guter Tag. Weil die Sonne scheint? Ach bitte seid nicht albern. Die Sonne kann mich mal. Kreuzweise. Nein, das neue Album der deutschen Black Metal Hasen Desaster ist da. “The Arts Of Destruction” – wenn man dem Namen Glauben schenken darf erwartet uns eine Platte voller hasserfüllter Zerstörungswut. Das klingt an und für sich schon sehr nett. Die Tatsache dass die Band dem Titel aber durchgehend treu bleibt und uns hiermit einen Hammer vor den Latz knallt macht das ganze noch viel besser. Endlich wieder einmal eine richtig, richtig geile Black Metal Platte aus deutschen Gefilde die sich bedenkenlos an vorderste Front stellen kann, ja sogar stellen muss! Unter dem Vorbehalt dass man mit den thrashigen Facetten der Band klar kommt versteht sich.
Hellsaw – Trist
Genre: Black Metal
Punkte: 5/9
Laufzeit: 43:17
VÖ: 24. Februar 2012
Label: Napalm Records
Der Frühling kommt – die Tage werden länger, die Sonne lässt sich immer öfters blicken und die Temperatur meint es endlich wieder gut. Zumindest mit dem ungläubigen Pack da draussen. Denn jeder echte Metalhead weiss dass nur die triste Dunkelheit des Herbstes und die frostige Kälte des Winters geeignete Zeiten sind um die Sicherheit der eigenen vier Wände zu verlassen. Um die Zeit die man also nun zwangsläufig drinnen verbringt etwas angenehmer zu gestalten braucht man gute Musik. Gut dass die österreichische Band Hellsaw mit “Trist” ihr neues Album in die Welt gesetzt haben.
Pandemonium – Misanthropy
Genre: Black / Death Metal
Punkte: 6/9
Laufzeit: 41:34
VÖ: 10. März 2012
Label: Godz Ov War
Langsam aber sicher mausert sich Polen zu einem meiner Lieblingsländer. Nein, nicht weil mein Auto bereits da ist, sondern weil die Polen mich immer wieder mit geilem Sound überraschen können. Mit Pandemonium steht nun ein weiterer Vertreter des – im Osten anscheinend sehr beliebten – Black Death Metal vor der Tür. Oder vor der Grenze? Naja egal. Der Titel des neuen Albums sagt eigentlich schon alles: “Misanthropy”. Bereit für 40 Minuten Hass, Verachtung und Dunkelheit? Los gehts!
The Fourth Autumn – Mock The Weak
Genre: Death Metal
Punkte: 6/9
Laufzeit: 39:55
VÖ: 24. Februar 2012
Label: Rising / Cargo Records
Was steht den heute schönes auf der Speisekarte? Blackened Death Metal aus Newport, England. Klingt doch gut. Fourth Autumn machen seit zwei Jahren das Musikgeschäft unsicher, haben jedoch bis heute nichts verwertbares Veröffentlicht. Mit “Mock The Weak” lässt man nun das erste Album vom Stapel. Schön, ein Review völlig vorurteilslos angehen zu können. Kam schon lange nicht mehr vor.
Stillborn: Videopremiere
Die polnischen Black / Death Metaller von Stillborn haben das erste Video ihres aktuellen Albums “Los Asesinos Del Sor” abgedreht und veröffentlicht. Gedreht wurde im diesen Winter. Bei dem Video zum Song “Stillborn II” handelt es sich im wahrsten Sinne des Wortes um eine Eigenkreation. Drehbuch und Regie gehen auf das Konto von Ataman Tolovy, seines Zeichens Bassist der Combo. Die Hauptrolle übernahm Leadsänger und Gitarrist Killer. Urteilt selbst über das Ergebnis:
Irdorath – Dekonstrukteur Des Fleisches
Genre: Black Metal
Punkte: 7/9
Laufzeit: 45:35
VÖ: 27. Januar 2012
Label: Massacre Records
Beim Namen Irdorath dürften die PC-Spieler unter euch hellhörig werden. Wo habt ihr denn diesen Namen schon gehört? Ich werde es euch verraten: Gothic II. Irdorath ist die felsige Insel welche sich vor Khorinis befindet. Ihr erinnert euch? Falls nicht ist das auch nicht weiter schlimm, schliesslich geht es hier ja nicht um den Namen der österreichischen Black Metal Band. Es geht um ihr zweites Album. “Dekonstrukteur Des Fleisches” klingt genau so böse und rau wie es den Anschein macht. Was dem Hörer mit Titeln wie “Freitodzwang” oder “Fleischgewordener Antigott” versprochen wird hatte kaum besser umgesetzt werden können.
Ulverheim – När Dimman Lättar
Genre: Black Metal
Punkte: 7/9
Laufzeit: 51:00
VÖ: 16. Dezember 2011
Label: Soulseller Records
Ulverheim, ehemals Gitarrist der wohlbekannten und angesehenen schwedischen Black Metal Band Thornium hatte2007 das Bedürfniss etwas neues zu kreieren. So startete er kurzerhand ein Soloprojekt welches er, ganz bescheiden, nach sich selbst benannte. Nach einer Demo 2009 veröffentlicht Ulverheim mit “När Dimman Lättar” nun das erste Full-Length Album. Dazu wurde Ulverheim von Kali-Ma, ebenfalls ex Thornium, verstärkt. Dass dies eine höchst explosive Mischung ist wird mit diesem Album selbst dem grössten Metal-Deppen deutlich vor Augen geführt.
Vacantfield – Iteration
Genre: Experimental / Avantgarde Metal
Punkte: 6/9
Laufzeit: 20:53
VÖ: 22. November 2011
Label: Duplicate Records
Vacantfield ist eine junge Band aus Griechenland deren Stil nur sehr schwer zu beschreiben ist. Da sie mit “Iteration” ihre erste EP veröffentlichen und davor noch keine Releases erfolgt sind gibt es keine Referenzen – wir stürzen uns also ins Ungewisse. Die EP fasst drei Stücke und dauert eine knappe halbe Stunde. Der erste Song, Broken Shaped Atom, ist sehr atmosphärisch und ziemlich düster. Bei der Stimme von Sänger Domu muss ich unweigerlich an ein Endzeit-Szenario denken. Er singt kalt, und seine Stimme hat etwas endgültiges in sich. Der Song ist stimmig – von Blastbeat unterlegte Riffs finden ebenso Platz wie eher ruhige, verträumte Parts. Man hört deutlich eine happige Portion Black Metal raus, aber wie bereits erwähnt ist der Song auch sehr doomig und zeitweise sogar groovig. Eine äusserst interessante Mischung.