Artikel-Schlagworte: „Death Metal“
Seven Ends – To The Worms
Genre: Thrash/Death Metal
Punkte: 7/9
Laufzeit: 40:41
VÖ: 23. März 2012
Label: Massacre Records
Wenn Bands von sich selbst behaupten sie würden eine Mischung aus Thrash und Death Metal spielen ist dies immer eine sehr heikle Aussagen. Behauptet ist sowas immer schnell. Nur leider scheitern die meisten Bands bei der Umsetzung kläglich. In der Regel wird das eine Genre grossflächig ignoriert und man findet sich sehr schnell im ordinären Thrash oder halt eben Death Metal wieder. Dieser ist dann meistens noch schlechter als die unzähligen Veröffentlichungen die es eh schon gibt. Glücklicherweise ist das bei der holländischen Band Seven Ends nicht der Fall. Ganz im Gegenteil. Die Herren veranschaulichen uns was es heisst Elemente des Death und des Thrash Metal so zu kombinieren dass dabei auch was zählbares rauskommt. Und ganz ehrlich: Hier wird geraped. Und zwar so richtig.
Eye Beyond Sight – The Sun And The Flood
Genre: Thrash Metal
Punkte: 6/9
Laufzeit: 46:22
VÖ: 23. März 2012
Label: Massacre Records
Thrash Metal aus der Slowakei, das hat doch was. Und im Falle von Eye Beyond Sight scheint es sich sogar um eine nationale Grösse zu handeln. Ich persönlich habe noch nie von dieser Band gehört und kenne auch sonst keinen slowakischen Thrash Metal. Aber man soll ja offen sein für neues. Ausserdem macht mich die Bandbio neugierig: Nach der Gründung 2003 hat man die ersten zwei Jahre damit verbracht sich Gedanken über den musikalischen Stil zu machen und dafür geeignete Musiker zu suchen. Das hat schon was. Man hat danach mit der Arbeit am ersten Album “Dies Ad Quem” begonnen welches 2007 veröffentlicht wurde. Und nun, fünf Jahre später steht mit “The Sun And The Flood” der Nachfolger vor der Tür.
Manipulator – Voidbound
Genre: Death / Black Metal
Punkte: 7/9
Laufzeit: 49:12
VÖ: 16. März 2012
Label: Soulseller Records
Obwohl das französische Death Metal Soloprojekt Manipulator mit düsterer, atmosphärischer und absolut tödlicher Musik punkten kann existieren nur zwei Demos. Bis heute. Mit “Voidbound” erscheint eine 4-Track EP der als Bonus noch die “Uneartherd” Demo aus dem Jahr 2009 beiliegt. Auf dem beiliegenden Infozettel der Promo ist “unique grim death metal from france” zu lesen. Und diese Beschreibung bringt es ganz gut auf den Punkt. Leider ist die eigentliche EP ziemlich kurz da es sich bei dem vierten Stück um das Darkthrone-Cover “Cromlech* handelt – welches überaus gelungen ist. Immerhin drei neue Stücke sind aber zu bewundern und auch die müssen sich n nicht verstecken. Richtig böser Death Metal wie er im Buche stehet.
Graveyard – The Altar Of Sculpted Skulls
Punkte: 6/9
Laufzeit: 23:58
VÖ: 09. März 2012
Label: Pulverised Records
Die spanische Death Metal Combo Graveyard (nicht zu verwechselnd mit den gleichnamigen Rockern aus Schweden) wurden in letzter Zeit häufig diskutiert. Ihre Musik wurde teilweise stark gehyped. Nicht unbedingt zu Recht wie ich finde. Mit der nun erschienenen EP “The Altar Of Sculpted Skulls” liegt uns neues Material vor welches bestimmt wieder neuen Diskussionsstoff abliefern dürfte. Und eines sei vorweggenommen: Ich finde nach wie vor dass der Hype nicht gerechtfertigt ist – gleichzeitig finde ich es schade dass die EP nur eine knappe halbe Stunde dauert.
Autopsy – All Tomorrow’s Funerals
Punkte: keine Wertung
Laufzeit: 1:12:55
VÖ: 20. Februar 2012
Label: Peaceville Records
“BRAND NEW STUDIO RECORDINGS FROM THE DEATH METAL GODS” heisst es auf dem Infozettel zu “All Tomorrow’s Funerals” der unangefochtenen Death Metal Legenden Autopsy. Beinahe zu schön um wahr zu sein, nicht wahr? Es ist leider auch nicht wahr. denn auf den vielversprechenden Satz folgt die Anmerkung “PLUS NEWLY REMASTERED COLLECTION OF ALL THE CLASSIC AUTOPSY EP’S & RARITIES.”. Also nicht wirklich ein neues Album, aber dennoch, besonders für eingefleischte wie auch neue Fans, ein interessantes Release.
Pandemonium – Misanthropy
Genre: Black / Death Metal
Punkte: 6/9
Laufzeit: 41:34
VÖ: 10. März 2012
Label: Godz Ov War
Langsam aber sicher mausert sich Polen zu einem meiner Lieblingsländer. Nein, nicht weil mein Auto bereits da ist, sondern weil die Polen mich immer wieder mit geilem Sound überraschen können. Mit Pandemonium steht nun ein weiterer Vertreter des – im Osten anscheinend sehr beliebten – Black Death Metal vor der Tür. Oder vor der Grenze? Naja egal. Der Titel des neuen Albums sagt eigentlich schon alles: “Misanthropy”. Bereit für 40 Minuten Hass, Verachtung und Dunkelheit? Los gehts!
Lay Down Rotten – Mask Of Malice
Genre: Death Metal
Punkte: 5/9
Laufzeit: 42:03
VÖ: 27. Februar 2012
Label: Metal Blade Records
Endlich gibt es neues Material der hessischen Old School Death Metal Combo Lay Down Rotten. Die Jungs sind seit nicht weniger 23 Jahren im Geschäft unterwegs, und dass zwar nicht direkt als Lanzenträger, aber doch immerhin als feste Grösse und sicherer Wert für guten, alten, wohligen Death Metal. Wer es einfach und brachial mag, eine gewisse Vorliebe für das nackenbrecherische Midtempo hat und generell den alten Zeiten nachtrauert in denen Death Metal noch “Ehrlich” war, der sollte sich das neue Album “Mask Of Malice” unbedingt mal anhören.
The Fourth Autumn – Mock The Weak
Genre: Death Metal
Punkte: 6/9
Laufzeit: 39:55
VÖ: 24. Februar 2012
Label: Rising / Cargo Records
Was steht den heute schönes auf der Speisekarte? Blackened Death Metal aus Newport, England. Klingt doch gut. Fourth Autumn machen seit zwei Jahren das Musikgeschäft unsicher, haben jedoch bis heute nichts verwertbares Veröffentlicht. Mit “Mock The Weak” lässt man nun das erste Album vom Stapel. Schön, ein Review völlig vorurteilslos angehen zu können. Kam schon lange nicht mehr vor.
Davidian – Our Fear Is Their Force
Genre: Thrash Metal
Punkte: 7/9
Laufzeit: 44:08
VÖ: 24. Februar 2012
Label: Massacre Records
Davidian ist eine dieser Bands bei denen das Genre nicht auf Anhieb zweifelsfrei bestimmt werden kann. Was hingegen ausser Frage steht ist ihre Herkunft: Deutschland. Unter Massacre Records wird mit “Our Fear Is Their Force” das insgesamt dritte Album in voller Länge auf den Markt geschmissen. Ich bin ja mittlerweile bei Massacre-Produktionen sehr vorsichtig da die guten Damen und Herren bei diesem – ohne Zweifel grandiosen – Label in letzter Zeit etwas zur Überproduktion neigten und einige Bands mehr pushten als es nötig beziehungsweise gut war. Dies ist bei Davidian glücklicherweise nicht der Fall. Macht euch bereit für eine volle Ladung Thrash / Death / Melodic / Core scheiss’ der Teufel drauf Metal, es geht ab wie Schmitzkatze.
Psycroptic – The Inherited Repression
Genre: Technical Death Metal
Punkte: 5/9
Laufzeit: 40:50
VÖ: 10. Februar 2012
Label: Nuclear Blast
Wer von euch kann sich noch an den Tasmanischen Teufel aus den alten Looney Tunes Cartoons? Der kleine Wirbelwind namens Taz? Knuffiges Vieh, nicht wahr? Heute haben wir es aber nicht mit dem süssen Fellbausch zu tun sondern mit vier echten Teufelskerlen. Aus Tasmanien. Die australische Tech Death Band Psycroptic hat nämlich ihr neues Album am Start. Mit “The Inherited Repression” holt die Band zum insgesamt fünften Schlag aus. Dieser trifft zwar unglaublich Präzise und mit voller Wucht, allerdings lässt er die brennende Leidenschaft schmerzlich vermissen.