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Crystal Viper – Crimen Excepta
Genre: Heavy Metal
Punkte: 6/9
Laufzeit: 51:30
VÖ: 27. April 2012
Label: AFM Records
Heavy Metal ist immer gut. Aus Prinzip. Es gibt aber durchaus besseren und schlechteren Heavy Metal. Crystal Viper gehört glücklicherweise zu erstgenanntem. Die polnische Band bewegt sich seit 2003 mehr oder weniger im Untergrund und war mir dementsprechend bis heute auch gänzlich unbekannt. Wobei mich etwas schon vor dem ersten Ton anspricht: Crystal Viper ist female fronted – sprich wir haben es hier mit einer Frontfrau zu tun. Und wer mich kennt weiss, dass ich eine Schwäche für Metal-Frauen habe. Und Crystal Viper liefert mir gutes neues Material.
Awaken Demons – Awaken Demons
Genre: Metalcore
Punkte: 7/9
Laufzeit: 35:24
VÖ: 20. April 2012
Label: Bastardized Records
Metalcore aus Italien, wenn das nicht interessant klingt was dann? Die mir bis jetzt unbekannte Band wurde vor fünf Jahren gegründet und hat seither bereits zwei Alben veröffentlicht. Gemäss Label-Info ist “Awaken Demons” aber die eigenständigste und aussagekräftigste Platte der Dreien. Diese Aussage würde ich sofort unterzeichnen – und das obwohl ich die beiden Vorgänger überhaupt nicht kenne. Aber “Awaken Demons” hat mich von Anfang an so dermassen umgehauen, ich kann es kaum in Worte fassen. Aber ich werde es versuchen. Obwohl der Hauptaspekt eigentlich kurz und bündig genannt werden kann. Die Breakdwons haben mehr Durchschlagskraft und Wucht als alles andere was mir bis heute im Bereich Metalcore unter die Nase gekommen ist. Der Sound ist nicht unbedingt innovativ. Ich wage zu Behaupten dass man seine Stärke kennt und sich darauf verlässt. Aber das funktioniert so gut dass es eine wahre Freude ist!
Shturm – Karmaruna
Genre: Melodic Death Metal
Punkte: keine Wertung
Laufzeit: 56:30
VÖ: 18. April 2012
Label: Darknagar Records
Shturm ist eine russische Band welche sich dem melodiösen Death Metal verschrieben hat – zumindest mit dem aktuellen Album “Karmaruna”. Das Review zu diesem Werk schien anfänglich ziemlich freundliche zu werden: Musikalisch ziemlich gut gab es kaum etwas zu bemängeln. Wäre da nicht der etwas befremdliche Wandel den die Band in den letzten Jahren scheinbar durchgemacht hat. Aber dazu später mehr. Wollen wir doch erst mal die musikalische Seite von “Karmaruna” unter die Lupe nehmen.
Shear – Breaking The Stillness
Genre: Power Metal
Punkte: 4/9
Laufzeit: 47:57
VÖ: 23. März 2012
Label: Lifeforce Records
Ein finnisches Power Metal ist ja nun schon längst keine Seltenheit mehr, dementsprechend auch nicht unbedingt etwas um das ich mich reissen würde wenn es darum geht ein Review zu schreiben. Die Band Shear hat allerdings eine meiner Schwächen eiskalt ausgenutzt: Ich stehe unglaublich auf Frontfrauen. Und da Shear mit sexy Alexa eine doch sehr sehenswerte Frontfrau zu bieten hat war für mich der Fall klar. Shear kenn ich nicht, die Frau ist aber interessant, los gehts. Leider ist eine hübsche Frau nicht immer gleichzusetzen mit guter Musik.
Seven Ends – To The Worms
Genre: Thrash/Death Metal
Punkte: 7/9
Laufzeit: 40:41
VÖ: 23. März 2012
Label: Massacre Records
Wenn Bands von sich selbst behaupten sie würden eine Mischung aus Thrash und Death Metal spielen ist dies immer eine sehr heikle Aussagen. Behauptet ist sowas immer schnell. Nur leider scheitern die meisten Bands bei der Umsetzung kläglich. In der Regel wird das eine Genre grossflächig ignoriert und man findet sich sehr schnell im ordinären Thrash oder halt eben Death Metal wieder. Dieser ist dann meistens noch schlechter als die unzähligen Veröffentlichungen die es eh schon gibt. Glücklicherweise ist das bei der holländischen Band Seven Ends nicht der Fall. Ganz im Gegenteil. Die Herren veranschaulichen uns was es heisst Elemente des Death und des Thrash Metal so zu kombinieren dass dabei auch was zählbares rauskommt. Und ganz ehrlich: Hier wird geraped. Und zwar so richtig.
Eye Beyond Sight – The Sun And The Flood
Genre: Thrash Metal
Punkte: 6/9
Laufzeit: 46:22
VÖ: 23. März 2012
Label: Massacre Records
Thrash Metal aus der Slowakei, das hat doch was. Und im Falle von Eye Beyond Sight scheint es sich sogar um eine nationale Grösse zu handeln. Ich persönlich habe noch nie von dieser Band gehört und kenne auch sonst keinen slowakischen Thrash Metal. Aber man soll ja offen sein für neues. Ausserdem macht mich die Bandbio neugierig: Nach der Gründung 2003 hat man die ersten zwei Jahre damit verbracht sich Gedanken über den musikalischen Stil zu machen und dafür geeignete Musiker zu suchen. Das hat schon was. Man hat danach mit der Arbeit am ersten Album “Dies Ad Quem” begonnen welches 2007 veröffentlicht wurde. Und nun, fünf Jahre später steht mit “The Sun And The Flood” der Nachfolger vor der Tür.
Blessed Curse – Blessed Curse
Punkte: 6/9
Laufzeit: 1:04:50
VÖ: 23. März 2012
Label: Cyclone Empire
Die kalifornische Thrash Metal Band war vor ihrem Namenwechsel als “Devastator” unterwegs – jeder der sich etwas eingehender mit Metal beschäftigt hat weiss dass der nicht unbedingt gut gewählt war. Schliesslich gibt es bereits mehr als genügend Bands, bessere und schlechtere, die sich diesen Namen angeeignet haben. Mit dem Namen Blessed Curse wird nun also das gleichnamige Debut veröffentlicht. Auf die Platte freue ich mich extrem – nicht dass ich schon etwas von der Band gehört hätte. Aber die Tatsache dass Juan Urteaga hinter dem Album steht soll doch schon was heissen. Der gute Man hat mit Bands wie Exodus, Testament, Heathen und Machine Head schon etliche Facemelter-Alben auf die Beine gestellt und ist definitiv ein Garant für fetten Thrash Metal. Also, was kann hier schon schief gehen?
Secrets Of The Moon – Seven Bells
Genre: Black Metal
Punkte: 7/9
Laufzeit: 59:58
VÖ: 16. März 2012
Label: Prophecy Productions
Nach “Privilegivm” 2009 und drei EPs (zwei in 2010, eine 2011) folgt mit “Seven Bells” nun endlich das lange erwartete neue Album der deutschen Schwarzmetaller Secrets Of The Moon. Das gute Stück fängt sich nach einem kurzen Blick auf die Tracklist erste Sympathiepunkte. Freunde der dunkeln Klänge dürfen sich auf eine volle Stunde Feinkost freuen. Wobei ja Länge nicht gleich Qualität bedeutet. Da aber die bisherigen Outputs der Deutschen immer sehr solide wenn nicht sogar überdurschnittlich gut waren sind hier Bedenken wohl kaum angebracht. Ein interessanter Fakt vorweg: Seit 2007 ist kein Gründungsmitglied mehr in der Band (Bandgründung 1993). Das Line-Up wurde also einmal komplett durchgereicht. Geschadet hat es der Musik aber anscheinend nicht und so können wir uns auch bei “Seven Bells” auf eine richtig gute Platte freuen.
Weh – En Natt Kom Doed
Punkte: 8/9
Laufzeit: 33:21
VÖ: 16. März 2012
Label: Soulseller Records
Wenn einem eine Platte mit folgender Beschreibung auf den Tisch geknallt wird ist der Fall meistens klar: Ein Solo-Projekt eines Norwegers, Gitarrist, der mit Vreid und Windir zu tun hatte. Alles klar, ein weiteres Ein-Mann Black Metal Projekt. Klingt auch schon so, bestimmt DBM. Weh, pha. Also los, quälen wir uns da durch.
Weit gefehlt. Meilenweit möchte man fast sagen. Ach was, um Lichtjahre hat man sich hier vertan. Gut, Weh ist tatsächlich ein Soloprojekt des norwegischen Gitarristen Erik E., aber er widmet sich hier der akustischen Musik. Und was der junge Mann mit “En Natt Kom Doed” abliefert ist mehr als nur eine frische Brise. Es ist ein musikalischer Traumtänzer-Sturm.
Manipulator – Voidbound
Genre: Death / Black Metal
Punkte: 7/9
Laufzeit: 49:12
VÖ: 16. März 2012
Label: Soulseller Records
Obwohl das französische Death Metal Soloprojekt Manipulator mit düsterer, atmosphärischer und absolut tödlicher Musik punkten kann existieren nur zwei Demos. Bis heute. Mit “Voidbound” erscheint eine 4-Track EP der als Bonus noch die “Uneartherd” Demo aus dem Jahr 2009 beiliegt. Auf dem beiliegenden Infozettel der Promo ist “unique grim death metal from france” zu lesen. Und diese Beschreibung bringt es ganz gut auf den Punkt. Leider ist die eigentliche EP ziemlich kurz da es sich bei dem vierten Stück um das Darkthrone-Cover “Cromlech* handelt – welches überaus gelungen ist. Immerhin drei neue Stücke sind aber zu bewundern und auch die müssen sich n nicht verstecken. Richtig böser Death Metal wie er im Buche stehet.