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Erupdead – The Human Progress
Genre: Death Metal
Punkte: 7/9
Laufzeit: 39:22
VÖ: 23. September 2011
Label: Czar of Crickets Productions
Die Bezeichnung “Death Metal” hat in den letzten Jahren sehr viel Gewicht und Aussagekraft verloren. Früher war das Genre klar definiert. Brutale, raue Musik. Gnadenlos, schnell, mit Midtempo-Passagen um sich ordentlich das Hirn aus dem Schädel zu bangen. Heute ist das leider anders. “Death Metal” wurde zu einem viel zu weiten Begriff. Beinahe jede härtere Emo oder Screamo Band oder weiss der Teufel was es sonst noch so gibt schimpft sich aufgrund von Doublebass und Growls als Todesmetall. Um so mehr freut es mich dann wenn eine Newcomerband bei mir auf Anhieb das Gefühl von ECHTEM DM weckt. Und genau das schaffen die Schweizer von Erupdead.
Spotlight: Orymus
Richtig gute Musik ist ziemlich rar. Besonders im Genre des klassischen Hard- und Progressive Rock. Ausgerechnet aus der kleinen Schweiz macht sich jetzt aber eine Band auf den Weg zur Spitze: Orymus. Im zarten Alter von 16 Jahren hat man zusammengefunden und musiziert seit dem zusammen. Erst nur Covers von AC/DC, Led Zeppelin und Pink Floyd, schnell folgten aber erste eigene Songs. Es folgten die ersten Konzerte und schon ging es los. Die Covers wurden nach und nach aus dem Repertoire verdrängt und machten den immer aufwändigeren und komplexeren Eigenkompositionen Platz. Die Konzerte wurden häufiger und grösser. Der Tatendrang der Band gipfelte 2009 in der Demo “Stranger In Paradise”. Es folgte eine sehr intensive Phase in welcher viel gearbeitet wurde – an neuen Songs und auch in Form von Auftritten.
Festivaltipp #5: Mountains Of Death
In den schier unendlichen Weiten des Metals gibt es ein wunderbares Phänomen: Die kleinsten und scheinbar unbekanntesten Sub-Genres und Bands haben in der Regel die motivier testen und treusten Anhänger und Supporter. Bestes Beispiel dafür: Das Mountains of Death Festival, kurz MOD.Trotz seiner "Spezialisierung" auf den Extreme Metal – das heisst hauptsächlich Brutal Death, Technical Death und Grindcore – hat es das Festival in den letzten 10 Jahren geschafft stetig zu wachsen. Wer einmal hingeht kommt immer wieder. Bereits die unglaubliche Location im schweizerischen Muotathal beeindruckt – vor allem die ausländischen Festivalbesucher.
Pylon – Armoury of God
Punkte: 7/9
Laufzeit: 66:40
VÖ: 15. April 2011
Jaja, die Schweizer. Dem Vorurteil nach “berühmt” für ihre sprichwörtliche Gemütlichkeit und mit der Fähigkeit gesegnet, sich nicht wie der Klischeedeutsche nur mit einem Schwall von Worten sondern auch mit Pausen und Gesten auszudrücken, mussten sie ja auch irgendwann wieder einmal ein Doom Release auf den Rest der Welt loslassen.
Pylon (mir bisher kein Begriff) stammen aus besagtem Alpenstaat und spielen Doom Metal in seiner ursprünglichen, klassischen Form, ganz im Sinne der Urväter wie z.B. St. Vitus, Count Raven, Candlemass. “Armoury of God” ist Output Nummer 4, der Titel deutet bereits grob den bevorzugten Themenbereich an. Christentum, Himmel und Hölle, Verdammnis, Erlösung, Lügen und Wahrheit – das Spektrum ist vielfältig und vornehmlich finster, wenn auch über allem eine schwaches Licht zu schweben scheint, die Verdammnis nicht endgültig ist.
